© Alain Monot
21. August
7. September 2019

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr

Kunstfest Weimar

21. August
7. September 2019

Beginn: 20:00 Uhr  |  End: 20:00 Uhr

Zahlreiche französische Produktionen sind in Weimar während des Kunstfests Weimar zu sehen.

TNS Strasbourg und Falk Richter / Thalia Theater Hamburg - I AM EUROPE

Nach dem Erfolg von "Je suis Fassbinder" arbeitet der Dramatiker/Regisseur Falk Richter mit dem Choreografen Nir de Volff, dem Dramatiker Nils Haarmann und einem Ensemble von acht jungen Schauspieler*innen, Tänzer*innen und Performancekünstler*innen aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen. Auf der Bühne werden Französisch, Kroatisch, Portugiesisch, Niederländisch, Arabisch und Englisch gesprochen. Richter und sein Kreativteam bringen die persönlichen Geschichten der Performer*innen zusammen, um Vorstellungen von Identität und Gemeinschaft zu hinterfragen und ein Panorama des heutigen Europas zu entwerfen.

Eine Aufführung am 29. August um 19.30 Uhr

 

Ali Chahrour - LAYL - NIGHT

Eine Tanzperformance, die sich mit "Liebe" in all ihrer Poesie und Ästhetik, ihrer Gewalt und Härte beschäftigt. Die Performance hebt insbesondere die Transformation des Begriffs der Liebe und die Ausdrucksmöglichkeiten vom vorislamischen Zeitalter Jahiliyyyahs über den Islam bis hin zu unserer modernen Gesellschaft hervor.
Die Performance konzentriert sich auf Geschichten, die die Grenzen von Religion, Rasse und Geschlecht überschritten haben, und versucht, die Konzepte von Liebe und Leidenschaft und die Intimität des Gefühls im Kontext des wachsenden Hasses in modernen Gesellschaften zu hinterfragen. In der Performance werden die Körper streben nach Neuanfängen, nur um nicht in der Lage zu sein, ein friedliches Ende zu finden.

Eine Aufführung am 27. August, um 20.00 Uhr

Eine Aufführung am 28. August, um 20.00 Uhr

 

Bouffes du Nord - ZAUBERLAND, nach Schumann - DICHTERLIEBE

Krieg in Nah-Ost. Eine junge Frau wartet irgendwo an der südlichen Grenze von Europa und hofft, in dieses Zauberland einreisen zu können – diese scheinbar magische Welt voll Sicherheit und Frieden. Doch die Vergangenheit, die Bilder ihrer brennenden Heimat, lassen sie nicht los …

Eine Aufführung am 24. August, um 19.30 Uhr

Eine Aufführung am 25. August, um 16.00 Uhr

 

CocoonDance / Rafaële Giovanola, Vera Sander, Nelisiwe Xaba, Kettly Noël - SIGNIFYING GHOSTS

Vier Choreografinnen, vier Länder, eine Uraufführung und die Erstaufführung des kompletten Zyklus einer Tanz-Tetralogie! Mit der aus Haiti stammenden Wahl-Malierin Kettly Noël, der Südafrikanerin Nelisiwe Xaba, der Kölnerin Vera Sander und der in Bonn ansässigen Schweizerin Rafaële Giovanola kooperieren vier außerordentliche Choreografinnen in aufeinander bezogenen Einzelarbeiten miteinander, was interkulturelle, künstlerische (Zwischen-)Räume für Begegnung schafft und sich beziehungsreich in unser Zeitalter der Migration einschreibt.

Eine Aufführung am 31. August, um 19.30 Uhr

Eine Aufführung am 01. September, um 16.00 Uhr

 

Wael Kadour, Mohamad Al Rashi - CHRONIQUES D'UNE VILLE QU'ON CROIT CONNAITRE

Die Stadt, um die es hier geht, ist Damaskus, die Hauptstadt Syriens. Wir alle kennen ihre dramatische Lage seit 2011. Zu diesem Zeitpunkt wohnte der Theaterautor noch dort und erfuhr vom Selbstmord einer jungen Frau, die er kannte. Sagen wir, sie hieß Nour. Seit damals lässt ihn die Frage nicht mehr los: warum verzweifelt eine junge Frau in der Blüte ihrer Jugend gerade zu einer Zeit, in der sich in der Geschichte ihres Landes eine große Wende abzeichnet? Wie könnte ihre persönliche Tragödie aussehen, die dazu führt, dass sie freiwillig aus dem Leben scheidet, während alle gespannt die Entwicklung der Dinge verfolgen?

Dieses Projekt wurde von dem Fonds Transfabrik koproduziert.

Eine Aufführung am 30. August, um 20.00 Uhr

Eine Aufführung am 31. August, um 20.00 Uhr

 

Wael Ali - UNTER EINEM HÄNGENDEN HIMMEL

Jamal ist Dokumentarfilmer und lebt seit zehn Jahren in Frankreich. Er teilt das Schicksal vieler Syrer*innen, deren Heimat zerstört ist, deren einst vertraute Plätze von Kindheit und Jugend verloren sind. Jamal empfindet diesen Umstand schlicht als Verlust der eigenen Vergangenheit, die er versuchen will wiederzufinden und zurückzuerobern. Er beginnt durch Europa zu reisen und dies zu dokumentieren, um die weit verstreut lebenden Menschen zu finden, die er mit seiner Vergangenheit verbindet. Durch das Kameraobjektiv versucht er so seine eigene Geschichte wiederzuentdecken, zu bebildern, ihr Bedeutung zu verleihen und sie als Teil eines globalen Narrativs zu erzählen. Parallel dazu führt ihn sein Ringen um die Objektivierung seiner Biografie der Entwurzelung in die Archive, um zu verstehen, wo er herkommt: Die technokratisch verfassten Kolonialdokumente von der Staatsgründung Syriens lassen ihn, wie die Tagebücher eines alten Freundes, nicht mehr los.

Eine Aufführung am 30. August, um 18.00 Uhr

Eine Aufführung am 31. August, um 15.30 Uhr

 

Informationen und Reservationen unter : https://www.kunstfest-weimar.de