Pedro Kadivar © Bariran
20. Januar 2020
16:00 Uhr
Eintritt frei

Begegnung mit Pedro Kadivar

20. Januar 2020
16:00 Uhr
Eintritt frei

Gespräch mit Pedro Kadivar über Migration. Universität Jena, Institut für Romanistik, SR 130, Carl-Zeiss-Str.3, 07743 Jena

Pedro Kadivar, 1967 in Shiraz (Iran) geboren, emigrierte 1983 nach Frankreich, wo er an der Sorbonne studierte und als Regieassistent arbeitete. Sein Debüt als Regisseur gab er mit Heiner Müllers "Todesanzeige". Er promovierte mit einer Arbeit über Proust. Seit 1996 übersiedelte er nach Berlin. Französisch bleibt die Sprache, in der er sich literarisch ausdrückt. In den Jahren 2005-2010 schreibt er die „Tetralogie der Migration“, die im Pergamon-Museum Berlin inszeniert wurde. Er wird regelmäßig in Frankreich bei Festivals (Avignon, Limoges, Toulouse), und im Théâtre de l’Odéon (Paris) eingeladen.

Im "Kleinen Buch der Migration" verbindet Kadivar persönliche Erinnerungen mit Reflexionen, spricht von Heimat, Heimweh, Persien, Berlin und der unmöglichen Verortung der Muttersprache. Er setzt sich mit der inneren und äußeren Migration auseinander. Radikal in seiner Form der Integration, legte er die Muttersprache gänzlich ab und unterdrückte die eigene Herkunft. Der Essay bietet auch Überlegungen über die Migration in der Kunst und bezieht sich auf Figuren der Kunst- und Literaturgeschichte wie Dürer, Giorgione, Beckett und Hedayat.

Nachdem Kadivar im November in Erfurt sein Buch vorgestellt hat, kommt er jetzt an die Universität Jena, um über die Migration zu sprechen.

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Mittwoch 29 Apr 2020 - 19:00